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1. Über diese Studie

2. ENTWICKLUNG
2.1 Entstehung
2.2 Marktsituation, BTX
2.3 Warum Fernsehtext zum
Standard wurde
2.4 Parallele Entwicklung der
letzten Dekade
2.4.1 Elektronische Programmführer
2.4.2 Internet im Fernsehtext
2.4.3 Rückkanalfähige Techniken
2.4.4 Marktetablierte Fernsehtext-Entwicklungen
2.5 Fazit

3. FERNSEHTEXT HEUTE
3.1 Aufgaben des Fernsehtextes
3.2 Der Anbieter: TV Sender
3.2.1 Nutzen für die Sender
3.3 Der Anwender - Zielgruppenanalyse
3.3.1 Nutzung
3.3.2 Erwartungen an Fernsehtext
3.4 Besondere Bedeutung
3.5 Fernsehtext auf anderen Plattformen
3.6 Fazit

4. TECHNISCHE EIGENSCHAFTEN
4.1 Herstellung
4.1.1 Der Generator
4.1.2 Der Editor
4.2 Übertragung nach Hause
4.3 Anwendung
4.3.1 Struktur des Fernsehtextes
4.3.2 Anwendung durch den Nutzer
4.4 Grenzen der Technik

5. DESIGN
5.1 Gestaltung in Grenzen
5.2 Marktsituation Sender - Gestalter
5.3 Normen, Raster, Standards
5.4 Übertragbarkeit der Sender-CI
5.5 Kritik

6. INHALTE
6.1 Informationsarchitektur
6.2 Statische und dynamische Inhalte
6.3 »Most wanted«
6.4 Corporate Content
6.5 Peripherien
6.6 Navigation
6.6.1 Benutzerwege
6.7 Kritik

7. FERNSEHTEXT MORGEN
7.1 Momentane Entwicklungen
7.1.1 Set-Top-Boxen, EPG, Online Kanäle
7.1.2 Initiative Digitaler Rundfunk
7.1.3 DVB-T
7.1.4 TeleWeb
7.1.5 MHP
7.2 Prognosen
7.2.1 Feedbacks vom Markt
7.3 Standard bleibt analog? Optimierung und Kombination
7.4 Standard wird digital? Lernen aus Erfahrung

8. Fazit
9. Quellen
info@fernsehtext.de
IMPRESSUM
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Die Multimedia Home Plattform ist ein Standard, auf den sich im Jahr 2000 eine große Anzahl von Sendern und Herstellern (das DVB-Konsortium) international einigen konnten. Im Kern basiert MHP auf einer Java Virtual Machine (Hardware-unabhängige Programmierung möglich) und ist eine frei verfügbare Programmierschnittstelle, auf der verschiedene eigenständige oder programmbezogene, multimediale Zusatzdienste zum Fernsehen angeboten werden könnten. Als Kompressionsverfahren kommen JPEG und MPEG2 sowie besondere Broadcast- und Kommunikationsprotokolle zum Einsatz.
Der Traum vom individuellen Fernsehprogramm und der Zuschauerinteraktion scheint mit MHP näher zu rücken. »Bisher dienten Telefon oder Internet als Rückkanäle vom heimischen Wohnzimmer ins Studio«, erklärt Sven Becker vom Fraunhofer Institut. »Mit der offenen MHP-Plattform kann der Zuschauer per Klick auf dem Bildschirm beispielsweise beim »Interactive Voting« seine Meinung kund tun oder sich Zusatzinformationen über bestimmte Objekte wir nennen sie Hot Spots im Bild geben lassen.« Dies meint, dass künftig der Zuschauer mit den Cursortasten der Fernbedienung auf dem Bildschirm z.B. das Kostüm der Moderatorin anwählen und dann Zusatzinformationen (Marke des Kostüms, Kosten, Fachläden, in denen das Produkt im Sortiment vorhanden ist) zum Objekt abfragen kann.
Auch interaktive Quiz-Shows oder Homebanking-Systeme sind praktikable Ideen. Ohne den Fernsehsessel verlassen zu müssen könnte also in naher Zukunft der Verbraucher elektronische Programmzeitschriften, News-Ticker und Börsennachrichten nutzen, im Internet surfen, in Online-Shops einkaufen (e-commerce), Emails schreiben und auch Super Teletext empfangen. Bis zum Weihnachtsgeschäft 2002 planen viele Hersteller bereits, Geräte im Bereich zwischen 250 und 500 Euro (je nach Ausstattung, Prozessorgeschwindigkeit, der Speicher- oder Festplattenkapazität) anzubieten.
Doch gerade weil MHP die absolute Multimedialität greifbar macht, drängt sich die Frage auf, ob der Zuschauer das reichhaltige Angebot überhaupt nutzen wird oder will. Das Öffnen aller Kommunikationskanäle im Wohnzimmer ruft bei Skeptikern jedenfalls Gedanken an George Orwell wach: MHP als Geburt des Medienstaates?
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