INHALT

Die Informationsarchitekturen der einzelnen Sender belegen, wie unterschiedlich die Inhalte der Fernsehtexte sein können. Der Nutzer schließt vom TV-Programm und Marke auf die Inhalte im Fernsehtext und wird, wenn seine Ansprüche dem Sender-Profil entsprechen, dort nicht enttäuscht werden. Kein Fernsehtext-Angebot wagt einen extremen Spagat zwischen banalem Boulevard und anspruchsvoller Nachrichtenbörse, die Kompetenzen (und Quoten) splitten sich auf öffentlich-rechtliche (»Von allem etwas«-Bouquet) und private Kanäle (Spezialisierung auf Nachrichtenbörse oder Unterhaltungssender) auf.

Bedauerlich ist die Wandlung vieler Fernsehtexte privater Sender von der Informations- zur Werbeplattform, andererseits gehen gerade die Privaten eher neue Wege, indem sie Peripherien wie Rätselspiele ausschöpfen. Auf die »süsse Sahne«, wie ARD-Programmdirektor Struwe das Entertainment nennt, können aber die Öffentlich-Rechtlichen im Fernsehtext nicht verzichten. Hinsichtlich der Navigation ist außer der Farbkodierung, die der Nutzer angesichts der 8 Farben vermutlich kaum zu erkennen vermag, kaum Nennenswertes seit der Erstveröffentlichung von Fernsehtext entstanden.


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