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Neuneinhalb Millionen Zuschauer in Deutschland machen von Fernsehtext täglich Gebrauch, doch wer sind diese Videotext-Nutzer? Da das Medium erst in den 80er Jahren Fuss im Markt gefasst hat, ist das Resultat nicht überraschend: Der durchschnittliche Videotextnutzer ist eher jünger, männlich und höher gebildet. Das ist insofern interessant, als dass der Teletextnutzer im Bezug auf das Alter nicht dem TV-Konsumenten entspricht.

Der typische TV-Zuschauer ist über 50 Jahre alt (Marktanteil von 43 %), nur 11% sind jünger als 13 Jahre, die 14 - 29-Jährigen haben einen Anteil von 16 %, die 30 - 39-Jährigen ebenso und den 40- 49-Jährigen bleiben 15 % Marktanteil 38. Die Dominanz von älteren Zuschauern ist in der Teletextnutzung nicht erkennbar, im Gegenteil, etwa die Hälfte ist zwischen 14 und 39 Jahren. Immerhin ein Fünftel der 14-29-Jährigen nutzt Fernsehtext sogar täglich.

49% der Benutzer sind berufstätig, etwa 60 % verfügen über mehr als nur den Hauptschulabschluss und 55,6% der Anwender sind Männer. Daraus ergibt sich das Bild des »regelmässigen Fernsehtext-Nutzers«: Er ist zwischen 30 und 49 Jahre alt, berufstätig, männlich und hat einen höheren Schulabschluss [1].

Der Anwenderkreis erweitert sich mit neuer Technik Jahr um Jahr. Heute haben die älteren Zuschauer noch Scheu vor dem Fernsehtext, für die nächste Generation gehört das Medium bereits zum interaktiven Alltag. Fernsehtext ist gleichermassen »zu jung« wie auch »zu kompliziert« für die über 50jährigen, die gerne noch das gedruckte Fernsehmagazin zum Blättern verwenden. Gründe für die Nichtnutzung sind die sich mindernde Sehkraft älterer Menschen, Angst vor Technik, Unaufgeschlossenheit dem Neuen gegenüber, zu hohe Vielfalt der Funktionen (zu komplexe Lernmenge) und eine insgesamt verwirrende Handhabung der Fernbedienung (unüberschaubare, die Funktion nicht erschließende Anzahl an Tasten).


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