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NextView
NexTView wurde erstmals 1997 vom Schweizer Fernsehen SF1 ausgestrahlt – heute auch von TSR1, 3sat, Euronews, TSI1 und TV5. Dieser analoge Electronic Program Guide ist über einen erweiterten Fernsehtext-Decoder verfügbar, der inzwischen weltweit in mehr als einer Million Fernsehgeräten ausgeliefert wurde. Der Anwender hat durch die serienmässig intern eingebauten Decoder keine zusätzlichen Kosten einer externen Set-Top-Box [1], sondern zahlt lediglich einen geringen Aufpreis. Aufgabe von NexTView ist die senderübergreifende Programminformation, sortierbar nach den Kriterien Sender, Genre, Zeit, Tag. Aus einer zentralen Datenbank (in Biel, Schweiz bei SWISS TXT) wird das analoge NexTView-Signal gesendet, vom TV-internen NexTView-Decoder entschlüsselt und auf dem Fernseher dargestellt.

EPG
Unter einem EPG (Electronic Program Guide) versteht man eine elektronische Programmzeitschrift, die dem Benutzer Orientierung in der Programmvielfalt geben soll. Neben der Auflistung aller empfangbarer Programme (öffentlich-rechtliche wie auch private) bieten ausgefeiltere EPGs auch den funktionalen Mehrwert der Sortierung nach Genre, Zeit oder Programm, Lesezeichen, sendezeitenbezogene Suchanfragen gar die Programmierung einer Schutzfunktion, die ausgewählte Sendungen für Kinder und Jugendliche verschlüsselt.

Inhaltlich bietet der EPG in etwa das Angebot der Tafeln 300 bis 399, auf denen im Fernsehtext typischerweise Programminfos ausgestrahlt werden, technisch gesehen wird das Format momentan nicht über die Fernsehtext-Signale übertragen, sondern in weiteren freien Zeilen des Fernsehsignals. Zum Empfang des EPG benötigt der Anwender daher eine Set-Top- Box, die die digitalen EPG-Daten in analoge Informationen umwandelt. Set-Top-Boxen verfügen in der Regel über ein eigenes Benutzerinterface [2] (welches also von den Herstellern gestaltet worden ist), in der Navigation auf der Startseite können die einzelnen Sender und Funktionen angewählt werden.


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[1] Eine Set-Top-Box wandelt ankommende digitale Signale in analoge um und macht diese damit für die herkömmlichen Endgeräte Fernseher, Videorekorder oder Radio nutzbar. Sie ist meist in Form von Zusatzgeräten mit eigenem Stromanschluss und eigener Fernbedienung erhältlich.

[2] Die Bildwiedergabe bleibt dabei Aufgabe des TV-Geräts, welches über Scartkabel an die Set-Top-Box angeschlossen wird.


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